IV. Der Biebergrund im Spannungsfeld verschiedener Herrschaften (1000 – 1684)

um 1000

Die Grafen von Rieneck wirken als Vögte des Erzbistumgs Mainz im Spessart und erhalten für ihre Dienste Landgebiete aus dem Kirchenbesitz als Lehen, u.a. den Bieberer Obergrund. Wie und wann dieses Gebiet in Mainzer Besitz gelangte ist - anders als beim unteren Biebergrund (vgl. 976) - nicht bekannt. Somit entsteht eine Grenze zwischen dem oberen und unteren Biebergrund in Höhe des Niederhofes (s.a. „1866“).

Eine Besiedlung des Obergrundes ist nicht nachgewiesen (vgl. „1339“) kann aber vermutet werden, da zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Burgberg bei Bieber die “Mauritiuskapelle” als Holzkonstruktion bestanden haben soll.


1262

Die Pröpste des Stiftes „St. Peter und Alexander“ rekrutieren sich aus dem Mainzer Domkapitel und unterstehen somit dem Erzbischof.

Die bereits bestehende geistliche Macht des Mainzer Erzbischofs für das hiesige Gebiet wird um die herrschaftliche Komponente erweitert (s.a. „1588“). Die Vogteirechte im unteren Biebergrund werden durch die Herren von Hanau (den späteren Grafen) wahrgenommen.


1262 – 1313

Der  untere Biebergrund wird vorübergehend als Mainzer Lehen an die Herren von Brauneck übergeben.


1313

Erwähnung einer Kapelle in Kassel.


1333

Die Herren des Obergrundes, die Grafenlinie von Rieneck-Rothenfels stirbt aus. Der Streit über das Mainzer Lehen (vgl. „um 1000“) führt


1339

zu einem Schiedsspruch, in dem geregelt wird, dass das Lehen von den Grafen von Rieneck und den Herren von Hanau gemeinsam verwaltet wird (Kondominat). In dieser Schiedsspruchurkunde wird Bieber erstmals erwähnt.

Da Bieber zu diesem Zeitpunkt bereits Zentrum eines Gerichtsbezirks und Kirchspiels ist, kann angenommen werden, dass diese Siedlung schon viel länger besteht (s.a. „um 1000“).


1361

Erstellung des „Weistum von Wirtheim“ (Gericht Wirtheim).

Schriftliche Fixierung des bis dahin ausgeübten Gewohnheitsrechtes.


1365

Verleihung der Stadtrechte an Wirtheim durch urkundliche Verfügung Kaiser Karl IV. am 29.12.1365; damit war Wirtheim berechtigt/verpflichtet, die Ortschaft mit einer Mauer zu umgeben, Durchreisende zu versorgen und zu beschützen, Wegegeld (Pflastergeld) und Zoll zu erheben sowie einen Wochenmarkt abzuhalten.

Wirtschaftliche Grundlage der Wirtheimer Bevölkerung ist die „Straße“. Diese verläuft von Gelnhausen kommend über Höchst, kreuzt hier die Kinzig, führt bergan zur Wendelinuskapelle, weiter zwischen Stempelberg und Kaiserbaum (260 m ü NN) sowie Alte Grube und Langeloh hinab zum Wirtheimer Untertor; vom Obertor (Bieberbrücke) geht es weiter Richtung Salmünster über den Aufenauer Berg. Wegen der Steigung über die „Wirtheimer Pässe“ sind für Fuhrwerke durchweg Vorspannleistungen nötig, die von Wirtheim gestellt werden. Außerdem ist Wirtheim vermutlich Umschlagplatz für die Produkte des Bieberer Bergbaus und der Orber Salzgewinnung; letzteres wird seit 1475 ausschließlich über Wirtheim und nicht mehr über den Eselsweg transportiert.


um 1400

Hergeresfeld wird aufgrund anhaltender kriegerischer Unruhen (infolge der kurmainzischen Expansionsbestrebungen in Hessen) von den Bewohnern aufgegeben (s.a. „886“); diese siedeln in das nun befestigte Wirtheim um.·
Der Wehrturm an der Wirtheimer Kirche wird erbaut.
Zuwanderung nach Wirtheim auch aus anderen Bereichen des Kinzigtals, so dass eine westliche Ortserweiterung nötig wird.


1426

Urkundliche Erwähnung des Wirtheimer „Schlosses“.

Herrensitz des Marthin von Forstmeister, dieser hat das Haus als Lehen von Kurmainz erhalten.


1428

Kurmainz verpfändet das Gericht Wirtheim an die Herren von Hanau (diese werden im Jahre 1429 in den Grafenstand erhoben).

Das in finanziellen Schwierigkeiten steckende Kurmainz sieht sich zu diesem Schritt gezwungen. Die für die damalige Zeit hohe Pfandsumme von 23000 Gulden unterstreicht die Bedeutung des inzwischen wohlhabenden Wirtheim.


1494

Urkundliche Erwähnung des Bieberer Bergbaus in einem Rechtsakt zwischen Kurmainz und Hanau.


1517

In Wirtheim existiert ein „Spielhaus“.

Hierbei handelt es sich um ein „öffentliches Gebäude“, welches als Schenke, Festsaal, Gericht und Rathaus dient.


1559

Die Grafen von Rieneck sterben aus. Deren Rechte aus dem gemeinsamen Lehen mit Hanau (vgl. „1339“) werden nunmehr von Kurmainz selbst wahrgenommen (2. Kondominat).


1565

Die Pfandschaft Wirtheims wird aufgehoben (vgl. „1428“).


1568

Die Reformation in der Grafschaft Hanau bezieht auch das Kondominatsgebiet mit ein: Laurentiuskirche und Burgbergkapelle in Bieber werden, wie der größte Teil der Bevölkerung im Obergrund, lutherisch.


1582

Die Bewohner Wirtheims müssen zu jedem Martinsstag „Feuergeld“ an die Herren von Ysenburg als Gegenleistung für ein Holzleseprivileg im Büdinger Wald bezahlen.

Infolge der positiven Bevölkerungsentwicklung sind die Wirtheimer darauf angewiesen, auch auf dem anderen, „ausländischen“ Kinzigufer zu wirtschaften. Bereits seit 1525 haben sie die Erlaubnis, ihre Schweine in den Büdinger Wald zu treiben.


1588

Im Gegensatz zum Obergrund wird in Wirtheim die Gegenreformation durch Gründung einer Pfarrschule erfolgreich abgeschlossen.

Kurmainz erwirbt formell die Grundherrenrechte des Stiftes Aschaffenburg (vgl. „1262“).


um 1615

Die Herren von Thurn und Taxis richten eine Postkutschenverbindung von Frankfurt (M) nach Leipzig (über Wirtheim) ein.


1631

Die Schweden erobern im Zuges des 30jährigen Krieges (1618 – 1648) die Stadt Mainz und schenken –


1632

kraft der ihnen hieraus erwachsenen Macht über das Kurfürstentum – das Gericht Wirtheim dem Hanauer Grafen.


1634

Kaiserliche (kroatische) Truppen erobern Wirtheim und schleppen die Pest ein; 60% der Bevölkerung sterben.


1639

In Bieber leben infolge der Kriegseinwirkungen nur noch 58 Menschen.


1649

Nach Ende des 30jährigen Krieges gibt Hanau Wirtheim an Mainz zurück.

Der Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Infrastruktur wird durch der Wirtheimer Bevölkerung auferlegte Frondienste vorangetrieben.


1660

Mainz und Hanau vereinbaren, dass die kath. Bevölkerung Biebers die Burgbergkapelle zurückerhält und als Pfarrkirche nutzen kann (s.a. „1854“).

Die luth. Pfarrkirche (ehem. St. Laurentiuskirche) wird nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut.


Termine:

 Im Juli fand der zweite Termin  des Arbeitskreises zum Niederhof in der alten Post (Bahnhofsstraße 2 in Biebergemünd-Bieber) statt.

Organisator : Sascha Gourdet

 

Das nächste Treffen findet am Dienstag, den 26. Mai, um 19:30 Uhr im Treffpunkt Alte Post in Biebergemünd-Bieber statt.

 

Erstes Vorbereitungstreffen "Wirtheim seit der Gründung - ein digitales Geschichtserlebnis"  am 03.06.2026

 

Am 03. Juni, ab 19:30 Uhr, lädt der Geschichtsverein Biebergemünd seine Mitglieder  zum ersten Vorbereitungstreffen "Wirtheim seit der Gründung - ein digitales Geschichtserlebnis" in der Alten Post in Biebergemünd Bieber ein : 

 

Anlässlich des Jubiläums 1050 Jahre Kassel-Wirtheim führt der Geschichtsverein Biebergemünd gemeinsam mit Burglandschaft e.V. das Projekt „Wirtheim seit der Gründung – ein digitales Geschichtserlebnis“ durch. Mit diesem Projekt möchten wir die Entwicklung von Wirtheim über mehr als tausend Jahre hinweg mit modernen digitalen Mitteln sichtbar machen. Der Kern des Projekts sind digitale Rekonstruktionen wichtiger historischer Orte. Diese historischen Rekonstruktionen werden mit Panoramen des heutigen Ortsbildes kombiniert. Dadurch entsteht ein direkter Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die einzelnen Inhalte werden zu einem Ortsrundgang verbunden. Besucherinnen und Besucher können diesen Rundgang direkt vor Ort erleben – ganz einfach über QR-Codes an mehreren Standorten im Ort.

Wer bei diesem Projekt mitwirken möchte, ist herzlich zum ersten Vorbereitungstreffen eingeladen. Dieses findet am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr im Treffpunkt Alte Post in Biebergemünd-Bieber statt. Wer mitarbeiten möchte, aber an diesem Abend keine Zeit hat, kann sich gerne per Mail bei Sascha Gourdet ([email protected]) melden.

 Sonntag, den 07. Juni 

 

 

 

 

Biebergrundmuseum + Museumscafe Cassebeer + Babbeltisch (Stammtisch)

 

Alte Post

Bahnhofstraße 2

Biebergemünd Bieber

 

Pressemitteilung zum Museumstag im Biebergrundmuseum am 03. Mai 2026

Am Sonntag, den 03.Mai 2026,  lud der Geschichtsverein Biebergemünd interessierte Besucher wieder in sein Biebergrundmuseum (Alte Post) in Biebergemünd-Bieber ein. Gleichzeitig war auch wieder das Museumscafe, Café Cassebeer, geöffnet. Beides stieß bei den Besuchern wieder auf reges Interesse. Das nächste Mal ist das Biebergrundmuseum am internationalen Museumstag (17. Mai 2026) geöffnet, wie gewohnt von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. 

 

Pressemitteilung zum  historischen Vortrag „1050 Jahre Kassel und Wirtheim“  am 07. Mai 2026

 Am Donnerstag, den 07. Mai 2026, luden der  Geschichtsverein Biebergemünd e.V. und das geschichtliche Netzwerk Nord-Ostspessart  zu einem spannenden Vortrag zur regionalen Geschichte ein.Die Veranstaltung fand  im Bürgertreff Wirtheim (Frankfurter Straße 50 Biebergemünd-Wirtheim), hat den  Titel „1050 Jahre Kassel und Wirtheim – Eine historische Reise“  und ist ein Teil der Vortragsreihe zum Jubiläumsjahr "1050 Jahre Kassel-Wirtheim".  Die Besucher und anwesenden Pressevertreter lauschten gebannt dem Vortrag über die 1050 -jährige Geschichte der beiden Orte Kassel und Wirtheim. Dabei gelang es Peter Nickel und Sascha Gourdet die politischen und religiösen Verwicklungen und Entwicklungen anschaulich darzustellen und auch zu zeigen, welche gemeinsame Geschichte die beiden Orte  mit anderen Orten oder Regionen wie z.B. Aschaffenburg, Mainz, Hanau, Gelnhausen,Frankfurt, Fulda, Bayern aber auch anderen Orten des heutigen Biebergemünds (z.B. Bieber) haben. Zusätzlich konnte Sascha Gourdet auch Einblicke in das Rechtswesen des Spätmittelalters am Beispiel der beiden Orte Kassel und Wirtheim geben. Unterstützt wurden die Beiden durch Udo Weiß, welcher verschiedene Urkunden, Landkarten  und (durch KI reparierte) historische Grafiken zur 1050 jährigen Geschichte von Kassel und Wirtheim präsentierte. Am Ende gab es eine kurze Fragerunde und danach bedankte sich das Publikum mit Applaus bei den  drei Referenten. Die nächste Veranstaltung des Jubiläumsjahres "1050 Jahre Kassel-Wirtheim"  ist der historische Ortsrundgang durch Wirtheim und das Fest der Vereine in Wirtheim am 27. Juni 2026, ab 15:00 Uhr (siehe Veranstaltungskalender 2026 des Jubiläumsjahres "1050 Jahre Kassel Wirtheim" ). Auch darüber wird es wieder eine Pressemitteilung des Geschichtsvereins Biebergemünd geben.

Einladung zum Jahresausflug des Geschichtsvereins Biebergemünd nach Gotha 
 
Dieses Jahr lädt der Geschichtsverein Biebergemünd seine Mitglieder wieder zu einer Jahresfahrt ein. Diesmal führt unsere Fahrt am Sonntag, den 21. Juni (Start in Biebergemünd 07:00 bis 07:30 Uhr ; Ankunft in Gotha 10:00 Uhr) nach Gotha im schönen Freistaat Thüringen. Wer jetzt bei Gotha sofort oder nur  Plattenbau, Wermutschnaps, Rückständigkeit oder Verfall im Kopf hat, soll eines Besseren belehrt werden. Peter Warmbold hat sich  wieder einmal  die Arbeit gemacht in mühevoller Kleinarbeit ein wundervolles Menü an kulinarischen, kulturellen, architektonischen und  historischen Leckerbissen für unsere Reise zusammenzustellen. Dazu gehört unter Anderem ein Rundgang durch die malerische Altstadt von Gotha. Egal was man schon über Gotha wusste, eine Teilnahme am Jahresausflug lohnt sich so für jeden. Auch die Busfahrt wurde wieder durch Peter Warmbold organisiert. Der Bus holt, wie die letzten Jahre, die interessierten Ausflugsteilnehmer in den Stadtteilen von Biebergemünd ab (mehr dazu im Dokument im Anhang). Die Rückfahrt ist ab 17:15 Uhr geplant und die Ankunft in Biebergemünd wird dann gegen 19:30 Uhr sein. 
Anmeldungen sind bis spätesten den 5. Juni 2026 möglich. Mit Überweisung der Teilnahmegebühr an das Konto des Geschichtsvereins Biebergemünd nimmt man, wie in den Vorjahren auch, am Ausflug teil (siehe dazu Dokument im Anhang). Wir freuen uns wieder   über zahlreiche Interessenten, welchen diesen wundervollen Jahresausflug 2026 genießen wollen. Im Dokument im Anhang befindet sich  das aktuelle Programm und die Preise des Ausflugs.

 

 

Programm Jahresausflug 2026 Geschichtsverein Biebergemünd
Jahresausflug GV2026.pdf
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Pressemitteilung für die Wanderung auf den Spuren der Kelten :

 

Am  Sonntag,den 12.04.2026, lud der Geschichtsverein Biebergemünd zur Wanderung auf dem Kulturweg "Kelten im Kasselgrund" ein. Dieses Jahr wurde diese Wanderung wieder von Josef Acker geleitet. Die Besucher folgten fasziniert den umfangreichen Ausführungen über den Steinbruch bei Kassel, die frankfurter Wasserleitung und natürlich die keltische Geschichte der "Alteburg". 

 

 

Pressebericht zur Jahresversammlung 2026 des Geschichtsvereins

 

Am Donnerstag, den 26. März 2026, fand im Bürgertreff in Wirtheim (Frankfurter Straße 50, 63599 Biebergemünd - Wirtheim) die Jahresversammlung des Geschichtsvereins Biebergemünd e.V. statt. Die Veranstaltung begann um 19:30 Uhr.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vereinsvorsitzenden wurden die Ereignisse und Veranstaltungen seit der letzten Jahresversammlung  erwähnt. 

Auf einen Bericht des Schatzmeisters folgte dann der Bericht der beiden Kassenprüfer, sowie die Entlastung des Vorstands. Diese wurde von der Versammlung der anwesenden Mitglieder  angenommen. 

Der nächste Punkt war die Wahl eines neuen Kassenprüfers. Als zweiter Kassenprüfer wurde Maria Schneemann gewählt. Sie nahm die Wahl an.

Der wichtigste Punkt der Tagesordnung war die Vorstellung der Änderung der Vereinsordnung, welcher neben einigen anderen kleineren Änderungen die Struktur des Vorstands für zukünftige Wahlen auf die beiden Posten "Vorstandsvorsitzende" und "Beisitzer" reduzierte. Die Änderung wurde von der Versammlung beschlossen. 

Als letzter Punkt wurden noch die noch offenen Veranstaltungen des Jahres 2026 (sowohl reine Geschichtsvereinsveranstaltungen als auch Veranstaltungen des Jubiläumsjahres 1050 Jahre  Kassel-Wirtheim) vom zweiten Vorsitzenden und dem Medienreferenten vorgetragen. 

Zum Schluss bedankte sich der erste Vorsitzende noch bei den Mitgliedern des Vorstands für die Arbeit des vergangenen Jahres.

 

Dieses Jahr gab es außerdem 5 Jubilare zu ehren, welche den Geschichtsverein  seit 25 Jahren unterstützen : 

  • Ingrid Daus
  • Anja Erlacher
  • Ute Senzel
  • Walter Schilling
  • Wolfgang Schultze

 

Der erste Vorsitzende übergab den drei anwesenden Jubilaren ihre Urkunden. Die beiden anderen Jubilare werden ihre Urkunde noch in den nächsten Tagen bekommen. 

Um rund 20:30 Uhr wurde die Versammlung durch den ersten Vorsitzenden geschlossen. 

 

   Pressebericht über "Veranstaltung 1000 bis 1050 Jahre Wirtheim" vom SoW (Sound of Wirtheim) 

 

Am Sonntag, den 22. März 2026, veranstaltete der Chor  Sound of Wirtheim die zweite Veranstaltung der Vortragsreihe zu 1050 Jahre Kassel - Wirtheim im Bürgertreff in Wirtheim (ehemaliges Feuerwehrhaus Wirtheim, Frankfurter Straße 50).  Von 14:00 Uhr bis  15:30 Uhr  konnten sich die Besucher im ersten Stock mit Kaffee und einer großen Auswahl (selbstgebackenen) Kuchens bei Mitglieder des Sound of Wirtheim versorgen. Ab 15:30 Uhr wurden den mindestens 60 Besuchern  zwei (restaurierte) Filme vom Jubiläumsjahr 1000 Jahre  Kassel-Wirtheim (aus dem Jahr 1976) gezeigt. Die beiden Filme waren vom Heimatfilmer Herr Weigand aufgenommen worden, einer beschäftigt sich mit der Prozession der beiden katholischen Gemeinden Kassel und Wirtheim,  der andere mit dem Festumzug in Wirtheim. Auf dem Festumzug (hauptsächlich Wirtheim Frankfurter Straße) wurde von Vereinen (Schützenvereine, Chöre, Musikgruppen etc.) aus den Teilgemeinden Biebergemünds und befreundeter Nachbargemeinden die wichtigsten Elemente der bis dahin  1000 jährigen wirtheimer Geschichte (seit der ersten Nennung in Dokumenten) auf Wägen und in Fußgruppen gezeigt. Dazu gehörten Fraktionen von den Franken des neunten Jahrhunderts bis zu Soldaten des zweiten Weltkriegs, aber auch verschiedene Gewerke (Schmieden, Spinnen, Bierbrauen, Landwirtschaft, Feuerwehr etc.) in historischer Zeit. Auch eine Blaskappele aus Inzing in Tirol war anwesend. Die ursprünglich stummen Filme wurden von Alfons  Link  (vom SoW) mit jeweils passender Musik vertont. 

Nach dem Zeigen der Filme (ungefähr 16:30 Uhr) kamen noch zwei fiktive Zeitzeugen zu Wort. Moderiert wurde dieser Teil des Abend von   Rudolf  Müller (vom SoW), welcher die beiden Zeitzeugen mit kreativen Fragen löcherte. Die erste Zeitzeugin war die Fränkin Hodula (nach der Taufe dann  Gundula), welche Herr Müller und dem Publikum  lustige und wissenswerte Informationen über die Zeit bis zum 11. Jahrhundert vermittelte. Der zweite Zeitzeuge war der "Schultheiß von Wirtheim" , welcher  über die politischen Ereignisse bis zum Jahr 1366 (Verleihung der Stadtrechte an Wirtheim) berichtete. Auf hurmorvolle Art verglich er damalige Abgaben und Regelungen mit der heutigen Zeit und nahm auch zum Teil  die anwesenden Würdenträger (Bürgermeister von Biebergemünd, Pfarrer der katholischen Kirchen von Kasse und Wirtheim) aufs Korn. 

Das Publikum, u.A. auch  Mitglieder des Geschichtsvereins Biebergemünd, dankte dem Verantwortlichen des SoW und den Zeitzeugen mit einem lauten, begeisterten  Applaus. 

 

Der Geschichtsverein Biebergemünd auf der Versammlung des Vereins für Heimatforschung 

 

Gestern, am 14.03. 2026,  fand die diesjährige Versammlung der Vereinigung für Heimatforschung in Vogelsberg, Wetterau und Kinzigtal (kurz VfH Vogelsberg-Wetterau-Kinzigtal)  im Sitzungssaal des Heuson-Museums in der Altstadt von Büdingen (Rathausgasse 6) statt.  Die letzte Versammlung fand 2024  in Bad Nauheim - Steinfurth statt. 

Als Delegation für den Geschichtsverein Biebergemünd, welcher ein Mitglied des 1957 gegründeten VfH ist, waren drei Mitglieder des Vorstands unter Führung von Peter Nickel in Büdingen anwesend.

 

Einladung zur Jahresversammlung des Geschichtsvereins  am 26. März 2026.

 

Am Donnerstag, den 26. März 2026, lädt der Vorstand des Geschichtsvereins Biebergemünd wieder zur Jahresversammlung des Geschichtsvereins ein. Die Versammlung beginnt um 19:30 Uhr und findet im Bürgerhaus Wirtheim (altes Feuerwehrhaus; Frankfurter Straße 50) statt. 

 

5. Planungstreffen - 1050 Jahre Kassel - Wirtheim

 

📅 Dienstag , 24. Februar 2026 (auch Vorbereitung des Fests der Vereine) (vorherige Termine : 13. Oktober und 10. November 2025 und 19. Januar 2026)
19:30 Uhr
📍 Frankfurter Straße 20, Wirtheim