Tüllenbeil aufgefunden an der Alteburg bei Kassel
Tüllenbeil aufgefunden an der Alteburg bei Kassel

Der erste Blick im Flur führt in die steinzeitliche Vergangenheit. Einzelfunde aus Jagdlagern wie Faustkeile, Feuersteine und Keramikgefäße bezeugen die menschliche Anwesenheit im Spessart und sei es auch nur zu sporadischen Jagdausflügen.

 

Die dauerhafte Besiedlung der Region durch die Kelten etwa ab 500 v. Chr. wird anhand von Bildtafeln dokumentiert. Mit dem Errichten befestigter Siedlungen auf dem Hainkeller (bei Lützel), dem Burgberg (bei Bieber) sowie der Alteburg (bei Kassel) sind bis heute sichtbare Spuren in Form von Ringwällen erhalten. Ein mehr als 2000 Jahre altes keltisches „Tüllenbeil“ ist das herausragendste Exponat des Museums. Es wurde in den späten vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von dem Kasseler Haumeister Heinrich Jackel bei Wegebauarbeiten in der Nähe der Alteburg gefunden. Eindrucksvolle Exponate, wie zum Beispiel die „Bieberer Bergbautaler“, dokumentieren diese wirtschaftliche Blütezeit in der ansonsten armen Spessartregion. Vor seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben übergab er das Fundstück seinem für dieses Revier zuständigen Förster Alois Bartussek. Dieser veranlasste dessen Untersuchung und Datierung beim Hessischen Amt für Denkmalpflege. Später übergab Bartussek das Tüllenbeil, neben anderen Gegenständen, dem Biebergrund-Museum.

Raum 1

 Waldglashütte mit Fundstücken
Waldglashütte mit Fundstücken

Der Raum 1 spannt den Bogen von der Geologie (Dokumentation der hiesigen Bodenschätze als Voraussetzung für den Bergbau) über die Waldglashütten (typisch für waldreiche Mittelgebirgsregionen) bis zum neuzeitlichen Bergbau. Letzterer war insbesondere vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die wirtschaftliche Grundlage des oberen Biebergrundes und mit zeitweise 500 Beschäftigten auch darüber hinaus. Die bergmännische Produktions- und Lebensweise wird ausführlich dargestellt. Eindrucksvolle Exponate, wie zum Beispiel die „Bieberer Bergbautaler“, dokumentieren diese wirtschaftliche Blütezeit in der ansonsten armen Spessartregion.

Nächste Veranstaltungen:

 

Die Ausstellung über die Grabungsergebnisse vom Wirtheimer Ringwall (Kringel) ist noch am

Sonntag, 04.06. und

Sonntag 02.07. 

in der ehem. Kronenscheune in 63599 Bgmd-Wirtheim (Frankfurter Straße) jeweils von 14 - 17 Uhr geöffnet.

 

Montag, 28.08.2017

Geschichte und Geschichten aus fünf historischen Ortsrundgängen

19:30 Uhr Vortrag über die bisher in Wirtheim durchgeführten historischen Ortsrundgänge gemeinsam mit der kfd Wirtheim im Kath. Pfarrzentrum Bgmd-Wirtheim